Reptile

Wasserschildkröte

Trachemys scripta

🇫🇷 Tortue aquatique 🇬🇧 Aquatic turtle 🇩🇪 Wasserschildkröte

Halbwassertier; wechselt zwischen Schwimmen und ausgedehntem Sonnen.

Überblick & Kennzahlen

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Vorschriften

Exotische Arten; Trachemys: invasiv

ℹ️Trachemys scripta ist in der Schweiz als invasive gebietsfremde Art gelistet (Fremd- und invasive Arten-Verordnung; Aussetzen verboten; Haltung/Handel kantonal geregelt). Chrysemys picta: nicht CITES-gelistet; TSchV: Mindestanforderungen an Wasserteil/UVB. Transport/Verkauf: Herkunftsnachweis/Bestandesbuch.

Lebenserwartung

von 20 bis 40Jahre

⚖️
Gewicht (adult)

von 500 bis 2000g

ℹ️Je nach Art und Geschlecht; Weibchen oft schwerer

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Grösse (adult)

von 12 bis 30cm

ℹ️Plastronlänge je nach Art/Geschlecht

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Lebensweise

Tagaktiv

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Geschlechtsreife

von 3 bis 6Jahre

ℹ️Oft bei 12–15 cm Plastronlänge bei weiblichen Trachemys

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Inkubation

von 55 bis 75Tage

🪹
Wurf-/Gelegegrösse

von 5 bis 20Eier

ℹ️Mehrere Gelege pro Jahr möglich

Lebensraum & Umgebung

Innenhaltung — Aquaterrarium

Art der Unterkunft

Aquaterrarium mit tiefer Wasserzone und trockenem Sonnenplatz

Substrat & Einstreu

Wasser: nackter Boden oder gut gespülter feiner Sand; Plage: rutschfeste Oberfläche (Kork/strukturierter Kunststoff). Kleines Kies vermeiden (Verschluckungsgefahr).

Beleuchtung

Photoperiode : Zyklus 10–12 Std./Tag

UVB

  • UVB-Bedarf : Unverzichtbar
  • Lampentyp : Metallhalogenidlampe über trockenem Sonnenplatz
  • Empfohlene Marken : X-ReptileReptile ExpertSolar RaptorArcadia
  • Wechselintervall : 1×/Jahr (Metallhalogenid) — klassische UV-Röhren alle 6 Monate
  • UVB durchdringen weder Glas noch Plexiglas. Lampe im Terrarium platzieren, unter Schutzgitter. Direkte Sonne hinter einer Scheibe ist wirkungslos und kann gefährliche Überhitzung verursachen.
  • Für die Gesundheit dieser Reptilien sind Metallhalogendampflampen die Referenz für die UV-Versorgung: Sie liefern ein starkes UVB-Spektrum, deutlich kräftiger als Leuchtstoffröhren oder Kompaktlampen, und optimieren so die Vitamin-D-Synthese und damit die Calciumaufnahme. Sie senken das Risiko einer metabolischen Knochenerkrankung und bieten zusätzlich intensives sichtbares Licht und eine gleichmässige Wärme, die die Aktivität fördern.

Auslauf & Bewegung

Tägliches Schwimmen in ausreichendem Volumen; moderate Strömung und ruhige Zonen.

Benötigte Ausstattung

  • Stabile, vollständig trockene Sonnenplattform
  • UVB-Lampe + Wärmequelle (Basking)
  • Leistungsstarke Aussenfilterung
  • Gesicherter Tauchstabheizer
  • Unterwasserverstecke
  • Wassertests (pH, NO2, NO3, NH4, PO4), Wasser-/Lufttemperatur

Technische Parameter

Wärmepunkt 30–34 °C Basking-Punkt auf der Sonneninsel
Umgebungstemperatur 22–26 °C Wasser 24–26 °C bei Jungtieren; 22–26 °C bei Adulten; Lufttemperatur nahe der Wassertemperatur
ph 6.8–7.8 (stable)
gh Moyen (6–12 °dGH)
no2 0 mg/L
no3 < 40 mg/L (idéal < 20 mg/L)
nh4 0 mg/L
po4 < 0.5–1 mg/L

Aussenhaltung — Teich

Direkte Sonne, stabileres Wasser und naturnahes Verhalten. Sicherheit, frostfreie Überwinterung und Wasserqualität bleiben essenziell.

Teich und Standort
  • Sonne 6–8 Std./Tag mit natürlichem Schatten über 30–50 % der Fläche.
  • 2–4 m² pro adultem Tier; Tiefe 80–120 cm mit Terrassen (20–30 / 40–60 / 80–120 cm), Neigungen ≤ 30°.
  • Lehmgrund oder EPDM-Folie 1 mm + Vlies darunter und darüber.
Ufer, Sonnenplätze und Eiablage
  • Trockene Sonnenplätze in voller Sonne (dunkle Platten, Hölzer, rutschfeste Flösse); Basking 30–35 °C.
  • ≥ 1 m freies Ufer pro Tier; freie Korridore zu Sonnen- und Ablageplätzen.
  • Eiablagestelle: 20–30 cm drainierender Sand oder Erde oberhalb des Wassers (vergittern, falls keine Nachzucht gewünscht).
Bepflanzung
  • Untergetaucht: Wasserpest/Egeria, Hornkraut, Laichkräuter.
  • Schwimmend: Wasserlinsen (Lemna), Pistia (Ausbreitung überwachen).
  • Ufer & Schatten: Sumpf-Schwertlilie, Rohrkolben (Typha), Binsen, Seggen.
  • Essbar: Wassersalat, Hydrocotyle, Sagittaria, winterharte Seerosen. Keine invasiven Arten; pestizidfrei.
Filterung und Wasserqualität
  • Grosses Volumen = Stabilität; externer biomechanischer Filter 1,5–2× Volumen/h + Lagunenbereich / Filterpflanzen.
  • Sommerbelüftung: Luftstein oder Wasserfall.
  • Pflege: Sedimente absaugen, Schwämme im Teichwasser ausspülen, NO2/NO3/pH-Tests.
Sicherheit
  • Glatte Umzäunung 40–50 cm, 15–20 cm eingegraben, mit Überhang nach innen oben; Notrampen rund herum.
  • Schutz vor Raubtieren: Netz/Scheuchseile gegen Vögel + festes Gitter 10×10 mm gegen Säugetiere.
  • Vergesellschaftung: keine grossen Raubfische.
Saisonen, Überwinterung und Monitoring
  • Gemässigt: Tiefe > 80–100 cm frostfrei + Belüfter/Eisfreihalter; Fütterung unter 12–15 °C einstellen.
  • Sommer: Schatten und Wasserwechsel, um anhaltende Temperaturen > 30 °C zu vermeiden.
  • Monitoring: Wasser 22–28 °C, pH 6,8–8,0; Appetit, Sonnen und Panzer beobachten; auffällige Tiere isolieren.

Ernährung

Empfohlene Verteilung

  • Pflanzen & Wasserpflanzen 50 %
  • Alleinfutter-Pellets 30 %
  • Tierisches Eiweiss 20 %

Basisfutter

Opportunistischer Allesfresser. Das Verhältnis tierisches Eiweiss / Pflanzen verändert sich mit dem Alter: Jung- und Subadulttiere fressen 50–70 % tierisches Eiweiss und 30–50 % Pflanzen; Adulte verlagern sich allmählich auf 50–80 % Pflanzen und 20–50 % tierisches Eiweiss. Portion pro Mahlzeit: was in ein bis zwei Kopfvolumen passt — nicht mehr. Überfütterung führt zu Übergewicht, Leberverfettung und Pyramiding des Panzers.

🪵 Pellets

🟤 Wasserschildkröten-Pellets — Teilbasis 30–60 % der Ration; formuliert Ca/P ≈ 2:1, ausgewogen D3/A, 30–40 % Protein (Jungtier), 25–35 % (adult)

🥕 Gemüse & Grünfutter

Im Becken gezogene Wasserpflanzen (Wassersalat Pistia, Wasserlinsen Lemna, Wasserpest/Egeria, Laichkräuter, Hydrocotyle, Sagittaria, Hornkraut) sowie faser- und calciumreiches Blattgrün, schwimmend oder eingeklemmt angeboten. Mit Landpflanzen ergänzen: Maulbeer-/Brombeerblätter, Kapuzinerkresse, Malve. Gründlich spülen und ohne Pestizide ziehen. Nicht zugelassene invasive Arten meiden (z. B. Wasserhyazinthe).

🌼 Löwenzahn Ca/P 5.2 Vit A Blätter und Blüten; hohes Ca/P, Vitamin A++
🌿 Wegerich Ca/P 3 Reich an Ballaststoffen und Mineralien
🍀 Klee Ca/P 5 Klee; gutes Ca/P
🥬 Endivien Ca/P 2.5 Vit A Zichorienrosette; gute Faser
🥬 Krause Endivie Krause Endivie
🥬 Eskariol Ca/P 2.3 Vit A
🥬 Römersalat Ca/P 2 Vit A Reich an Vitamin A und Ballaststoffen
🥬 Endivie Ca/P 1.8 Vit A Reich an Vitamin A
🌺 Roselle Ca/P 1.2 Hibiskus/Roselle — Blätter und Blüten
🥬 Mangold Ca/P 2.5 Vit A Mangold — abwechseln (Oxalate)
🥒 Zucchini Ca/P 0.7 Zucchini — wasserreich
🥒 Gurke Ca/P 0.5 Vit A Gurke — wasserreich, nährstoffarm
🥕 Karotte Ca/P 0.6 Geraspelt, in kleinen Mengen
🥦 Brokkoli Ca/P 1.8 Blätter statt Röschen; in Massen
🎃 Kürbis Ca/P 0.8 Kürbis — kleine Portionen

Fütterungsfrequenz

  • Jungtiere: jeden Tag (oder kleine tägliche Portionen)
  • Subadulte: jeden zweiten Tag
  • Adulte: 3–4 Tage/Woche, mit eingeschobenen „Pflanzen“-Tagen
  • Portion: was in ein bis zwei Kopfvolumen pro Mahlzeit passt
  • Reste nach 15–30 min entfernen, um Verschmutzung zu begrenzen

Ergänzungen & Pellets

Hochwertige extrudierte Pellets für Wasserschildkröten, gezielt formuliert Ca/P ≈ 2:1 mit ausgewogenen Vitaminen D3 und A. 30–60 % der Ration, im Wechsel mit Frischfutter. Vor der Fütterung 5–10 min einweichen. Billige Sticks mit hohem Stärke- und Fettanteil meiden. Haltbarkeitsdatum prüfen, kühl und lichtgeschützt lagern, um die Vitamine A/D/E zu erhalten.

  • 🟤 Wasserschildkröten-Pellets — Alleinfutter; 30–40 % Protein (Jungtier), 25–35 % (adult)

Leckerli

Abwechslungsreiche tierische Proteine, idealerweise ganz verfüttert (mit Innereien, Gräten, Schale oder Panzer) für Calcium und Mikronährstoffe. Gut-geloadete und mit Calcium gepuderte Insekten. Geflügelleber oder -herz 1–2× pro Monat in kleinen Mengen (vorgebildetes Vitamin A). Zerdrücktes hart gekochtes Ei: selten. Quellen wechseln, um Monotonie zu vermeiden.

🐟 Süßwasserfisch Kleine ganze Süsswasserfische (Elritze…); ganz mit Innereien und Gräten für Calcium
🐟 Weißfisch Filet (Tilapia, Köhler, Forelle) — gelegentlich; mit Calcium ergänzen (gemahlene Austernschale oder Ca-Pulver)
🪱 Regenwurm Regenwürmer (Lumbricus) — mit klarem Wasser spülen
🪱 Blutwurm Rote Mückenlarven
🪱 Zweiflüglerlarve Schwarze Soldatenfliegenlarven (Hermetia) — natürlich günstiges Ca/P
🦗 Grille Gut-geloadete Grillen + Calcium-Pudern
🪲 Schabe Zuchtschaben; Calcium-Pudern
🦗 Wanderheuschrecke Heuschrecken
🐌 Schnecke Zuchtschnecken (die Schale liefert Calcium)
🦪 Süßwassermuschel Ganze rohe oder leicht pochierte Muscheln (mit Schale); abwechseln
🦐 Garnele Ganze rohe oder pochierte Garnelen (Panzer = Calcium)
🥚 Ei Zerdrücktes hart gekochtes Ei — selten

Wasser & Hydratation

Das Beckenwasser muss sauber, gut gefiltert und auf Zieltemperatur (24–26 °C Jungtier, 22–26 °C adult) sein. Die Tiere trinken und nehmen über Wasserpflanzen Flüssigkeit auf. Wird ein separates Futterbecken verwendet, das Wasser bei jeder Mahlzeit erneuern.

Vitamin A

Essenziell für Schleimhäute, Haut, Panzerqualität und Sehkraft. Mangel: Lidödem, dicke Hautschuppen, Bindehautentzündung, Stomatitis, Atemwegsinfekte, schlechte Panzerqualität. Quellen: vitamin-A-reiche Grünpflanzen (Löwenzahn, Brunnenkresse, Romana, Rübengrün, Grünkohl), ganze Beutetiere (Leber/Innereien), ausgewogene Alleinpellets. Übersubstitution vermeiden (Toxizität). Achtung: getrocknete Garnelen sind sehr arm an Vitamin A und Carotinoid-Vorstufen und führen rasch zu einer Hypovitaminose A.

Zu vermeiden

  • 🥩 Fettes Fleisch — Rotes Fleisch oder Muskelgeflügel allein — unausgewogenes Ca:P; fettige oder verarbeitete Speisen
  • 🧀 Milchprodukt
  • 🐟 Rohfisch — Thiaminasereiche Fische (Karpfen, Hering, Sardellen) dauerhaft ohne B1-Substitution — Vitamin-B1-Mangel
  • 🥬 Eisbergsalat — Geringer Nährwert
  • 🍞 Brot — Oder andere Getreideprodukte für Menschen
  • 📦 Verarbeitetes Lebensmittel — Salzige oder gezuckerte Lebensmittel
  • 🐠 Goldfisch — Parasiten- und Thiaminase-Risiko
  • 🦐 Getrocknete Garnelen — Sehr arm an Vitamin A und Carotinoid-Vorstufen: führen rasch zu einer Hypovitaminose A

Verhalten & Sozialisation

Sozialleben

Eher Einzelgänger; Vergesellschaftung sorgfältig prüfen (Bissverletzungen möglich).

Aktivitätszyklus: Tagaktiv mit Sonnenbädern tagsüber.

Beschäftigung

  • Plattformen und Wurzeln zum Sonnen
  • Variation von Verstecken und Strömung
  • Beuteimitation/Futtersuche (Feeding Enrichment)

Gesundheit & Vorsorge

Vorsorgemedizin

Angemessenes UVB und Basking; Wasserhygiene mit etablierter Nitrifikation; Quarantäne für Neuzugänge; Kotuntersuchungen je nach Herkunft.

Impfungen

Keine standardisierte Impfempfehlung

Chirurgie & Kastration

Ovariektomie/Ovariohysterektomie bei Legenot/Fortpflanzungsstörungen; Panzerchirurgie; Entfernung verschluckter Gegenstände.

Klinische Warnsignale

⚠️ Anorexie, Lethargie
⚠️ Auffälliger Auftrieb/Schieflage beim Schwimmen
⚠️ Nasen-/Augenausfluss
⚠️ Erweichung des Panzers
⚠️ Haut- oder Panzergeschwüre

Bei einem dieser Symptome ist eine rasche tierärztliche Versorgung essenziell. Kontaktieren Sie so bald wie möglich eine auf Exoten spezialisierte Tierärztin, die den Zustand Ihres Tieres beurteilen und die geeignete Diagnose stellen kann.

Häufige Erkrankungen

Ernährungsbedingte Osteodystrophie (MBD)

Ursache: Calciummangel, ungenügendes UVB, ungeeignetes Ca/P-Verhältnis, Hypovitaminose D3

Symptome: Erweichung/Deformation des Panzers, Schwäche, Anorexie, Wachstumsverzögerung

Vorbeugung: Wirksames UVB, Basking 30–34 °C, ausgewogene, calciumreiche Ernährung, Ca/P-Verhältnis >1

Bakterielle Atemwegserkrankungen

Ursache: Kaltes/verschmutztes Wasser, unzureichendes Basking, Hypovitaminose A, opportunistische Bakterien

Symptome: Nasenausfluss, Pfeifgeräusche, Maulatmung, asymmetrischer Auftrieb

Vorbeugung: Optimale Wasserqualität, passende Temperaturen und Basking, ausreichendes UVB, Quarantäne

Hypovitaminose A

Ursache: Carotinoid-/Vitamin-A-arme Ration

Symptome: Lidödem, dicke Hautschuppen, Bindehautentzündung, Stomatitis, Lethargie

Vorbeugung: Ausgewogene Ration mit dunkelgrünem Gemüse und Alleinpellets; bei Bedarf kontrollierte Supplementierung

Shell Rot (Hautentzündungen/Panzer-Mykosen)

Ursache: Verschmutztes Wasser, Trauma, opportunistisches Mikrobiom, unzureichendes Basking

Symptome: Weiche Stellen, Geschwüre, Verfärbungen, Geruch, Exsudat

Vorbeugung: Konsequente Filterung/Wartung, zugängliche trockene Plage, korrektes Basking/UVB

Endoparasitosen

Ursache: Wildherkunft/verseuchtes Futter, fehlende Quarantäne

Symptome: Abmagerung, auffälliger Kot, zeitweise Anorexie

Vorbeugung: Quarantäne, regelmässige Kotuntersuchungen, bei positivem Befund gezielte Behandlung

Legenot (Eiretention)

Ursache: Fehlende Legestelle, Hypokalzämie, Fehlbildungen, Stress

Symptome: Anorexie, Unruhe, erfolglose Legeversuche, Hinterbeinödem

Vorbeugung: Geeignete Legebox, ausreichend Calcium/UVB, Stressreduktion

Winterruhe & Ruhephase

Wichtig

Drei goldene Regeln: (1) immer 10–14 Tage vor Beginn fasten lassen; (2) kontrollierte Temperatur, ohne Frost und ohne anhaltende Warmphasen; (3) sauberes, gut belüftetes Wasser, wenn das Tier im Wasser überwintert.

Zeitraum

Gemässigte Arten (Trachemys, Chrysemys, Graptemys…) — keine tropischen. 8–12 Wochen bei Adulten, 6–8 Wochen bei einem kräftigen Jungtier.

Temperatur

4–8 °C

Methode

Tiefer, gut belüfteter Aussenteich (Oberfläche teilweise eisfrei) oder kühle, dunkle Kiste / sauberes, belüftetes Kaltwasserbecken. Keine Fütterung; Wasser sauber und gut belüftet halten.

Schritt-für-Schritt-Plan

  1. 1

    Voraussetzung: Schildkröte gesund, gut ernährt und ausreichend kräftig (in der Regel nicht im ersten Lebensjahr).

  2. 2

    Herbst — Ration über 3–4 Wochen schrittweise reduzieren, besonders eiweissreiche Nahrung.

  3. 3

    Herbst — Wassertemperatur schrittweise auf 14–12 °C senken.

  4. 4

    Fütterung 10–14 Tage vor der Winterruhe vollständig einstellen, damit der Darm leer ist.

  5. 5

    Einrichtung der Winterruhe: stabile 4–8 °C ohne Frost, in einer der beiden Varianten (gesicherter Aussenteich oder kontrollierte Kiste).

  6. 6

    Während der Winterruhe: möglichst wöchentlich wiegen (leichter Verlust ist normal, muss moderat bleiben); auf Nasenausfluss, auffälligen Geruch oder Schieflage im Wasser achten.

  7. 7

    Schrittweises Aufwecken: über etwa eine Woche auf 22–24 °C aufwärmen, Beleuchtung/UV nach und nach wieder einschalten.

  8. 8

    Fütterung wieder aufnehmen: kleine Mahlzeiten erst, nachdem das Tier getrunken und abgesetzt hat, dann die Ration langsam erhöhen.