Kronengecko
Correlophus ciliatus
Halbbaumbewohnend, nachtaktiv, ausgezeichneter Springer. Dämmerungsaktiv.
Überblick & Kennzahlen
Vorschriften
Nicht CITES-gelistet
ℹ️TSchV: Mindestanforderungen für arboreale Geckos (Höhe, Verstecke, Feuchte). Einzelhaltung möglich, soziale Haltung mit Vorsicht; Bestandesbuch empfohlen.
Lebenserwartung
von 15 bis 20Jahre
Gewicht (adult)
von 35 bis 45g
Grösse (adult)
von 18 bis 20cm
Lebensweise
Halbbaumbewohnend, nacht- / dämmerungsaktiv
Körpertemperatur
Ektotherm / wechselwarm
Geschlechtsreife
von 10 bis 18Monate
Inkubation
von 60 bis 90Tage
ℹ️Trächtigkeit: ca. 3 Wochen. Inkubation: 60–90 Tage.
Wurf-/Gelegegrösse
von 2 bis 2Eier
ℹ️Pro Gelege
Lebensraum & Umgebung
Art der Unterkunft
Tropisches Feuchtterrarium aus Glas oder Plexiglas (leicht zu reinigende, wärmespeichernde Materialien). Eine Belüftung auf beiden Seiten des Terrariums ist unerlässlich.
Substrat & Einstreu
Sandmat Exoterra®, Küchenpapier, Zeitungspapier. Verschluckbare Substrate (Sand, Erde oder die für das Feuchtversteck genannten) bergen ein Risiko für einen Darmverschluss: nur unter Beachtung bestimmter Vorsichtsmassnahmen verwenden.
Beleuchtung
Photoperiode : Zyklus 12 Std.
UVB
- UVB-Bedarf : Förderlich
- Empfohlene Marken : X-ReptileReptile ExpertSolar RaptorArcadia
- Wechselintervall : Alle 6 Monate
- Kronengeckos sind dämmerungsaktiv und setzen sich daher auch in ihrem natürlichen Lebensraum UVB aus. Anders als etwa Bartagamen können sie jedoch als Nahrungsergänzung verabreichtes Calcium auch ohne UVB-Strahlung aufnehmen. Bei regelmässiger Calciumzufuhr gelten UVB daher im Vergleich zu manchen anderen Echsenarten nicht als lebensnotwendig; sie werden dennoch geschätzt, verbessern die Calciumaufnahme und bilden den natürlichen Lebensraum des Geckos bestmöglich nach.
- UVB durchdringen weder Glas noch Plexiglas. Lampe im Terrarium platzieren, unter Schutzgitter. Direkte Sonne hinter einer Scheibe ist wirkungslos und kann gefährliche Überhitzung verursachen.
Benötigte Ausstattung
- ✓ Kletteräste
- ✓ Echte Pflanzen (Phyllostachys usw.)
- ✓ Mehrere Verstecke auf der warmen und der kühlen Seite
- ✓ Feuchtversteck (Sphagnum, Vermiculit oder feuchter Schwamm) zur Häutungshilfe
- ✓ Flache Wasserschale, gross genug zum Baden
- ✓ Tägliches Besprühen
Zu vermeiden
- ⚠️ Heizplatten
- ⚠️ Heizsteine
- ⚠️ Heizmatten im Inneren des Terrariums
- ⚠️ Lampen zu nah am Tier und ohne Schutz (Verbrennungsgefahr)
Technische Parameter
| Wärmepunkt | 30–32 °C |
| Kühlpunkt | 20–25 °C Auch die Nachttemperatur |
| Luftfeuchtigkeit | 60–80 % |
Ernährung
Basisfutter
Frucht- und Insektenfresser. Angerührtes Alleinfutter-Pulver (Repashy, Pangea, Arcadia, Zoo Med, Black Panther Zoological (BPZ), Komodo Complete Diet) oder Bio-Fruchtpürees. Insekten werden höchstens 1–2× pro Woche angeboten.
🦗 Insekten
🍎 Obst
Als gelegentliche Ergänzung, wenn ein Alleinfutter-Pulver als Grundration verwendet wird. Als glattes Püree geben, sehr kleine Portionen, <5–10 % der wöchentlichen Ration.
Ergänzungen
- • Calciumpulver 2–3× pro Woche über das Futter stäuben.
- • Insekten mit einem calcium-/vitaminreichen Futter aufwerten (Gut-Loading).
Leckerli
Gelegentliche Leckerbissen.
Zu vermeiden
- 🥑 Avocado — Giftig.
- 🌿 Rhabarber — Giftig.
- 🌟 Sternfrucht — Giftig.
- 🍋 Zitrone — Zitrusfrucht, zu sauer.
- 🥝 Kiwi — Vitamin-C-Überschuss.
- 🍍 Ananas — Zu sauer.
- 🍊 Grapefruit — Zitrusfrucht, zu sauer.
- 🍊 Orange — Zitrusfrucht, zu sauer.
- 🍇 Weintraube — Zu zuckerreich.
Verhalten & Sozialisation
Sozialleben
Einzelgänger. Männchen dürfen nicht gemeinsam gehalten werden. Weibchengruppen bei ausreichend Platz möglich.
Aktivitätszyklus: Nachts aktiv, klettert und springt.
Beschäftigung
- Verschiedene Äste und Klettermöglichkeiten
- Jagd auf lebende Insekten
- Tägliches Besprühen
Gesundheit & Vorsorge
Vorsorgemedizin
Empfohlenes Calcium-/Phosphor-Verhältnis von 2:1. Calciumzufuhr überwachen. Jährliche Untersuchung.
Klinische Warnsignale
Bei einem dieser Symptome ist eine rasche tierärztliche Versorgung essenziell. Kontaktieren Sie so bald wie möglich eine auf Exoten spezialisierte Tierärztin, die den Zustand Ihres Tieres beurteilen und die geeignete Diagnose stellen kann.
Häufige Erkrankungen
Ernährungsbedingte Osteodystrophie
Ursache: Calciummangel oder ungeeignetes Ca/P-Verhältnis
Symptome: Deformationen, Zittern, weicher Kiefer
Vorbeugung: Regelmässige Ergänzungen, Ca/P-Verhältnis >2:1
Schlüsselindikator für die Mineralbilanz eines Futtermittels, besonders bei Reptilien (Schildkröten, Echsen): ein calciumbetontes Verhältnis stützt Knochen und Panzer und beugt metabolischer Knochenkrankheit vor. Bei pflanzenfressenden Säugetieren wird die Mineralbilanz anders geregelt (Heu, Ergänzungen, UV-Licht) — diese Richtwerte gelten dort nicht 1:1.
Bei Insekten (Grillen, Schaben…) kann ein Calciumpulver bei der Fütterung ein ungünstiges Verhältnis ausgleichen.
- ≥ 2 — Angemessenes Gleichgewicht
- 1–2 — Mit Mass
- < 1 — Vermeiden / nur gelegentlich
Dieses Futter überschreitet die Schwelle von 50 000 IE/kg Trockensubstanz und gilt damit als gute Vitamin-A-Quelle.
Gehalt : — IE/kg TS
Essenziell für Schleimhäute, Haut, Gefieder und Sehkraft. Mangel: Atemwegsinfekte, Häutungsprobleme, Augenleiden, Legerückgang.