Schmuckhornfrosch
Ceratophrys cranwelli
Sesshaft, territorial und einzelgängerisch. Verbringt seine Zeit eingegraben oder versteckt.
Überblick & Kennzahlen
Vorschriften
Nicht CITES-gelistet
ℹ️TSchV: Anforderungen für Amphibien (feuchtes Substrat, Wasserqualität, Besatz). Aussetzen verboten; Herkunftsnachweis empfohlen. Gewerbe: Fachkunde.
Lebenserwartung
von 10 bis 15Jahre
Grösse (adult)
von 10 bis 15cm
ℹ️10 cm (Männchen) bis 15 cm (Weibchen)
Lebensweise
Bodengräber / Lauerjäger
Geschlechtsreife
von 1 bis 2Jahre
Inkubation
von 24 bis 48Stunden
ℹ️Je nach Temperatur
Wurf-/Gelegegrösse
von 1000 bis 4000Eier
ℹ️Abhängig von Grösse und Alter des Weibchens
Lebensraum & Umgebung
Art der Unterkunft
Geschlossenes, aber gut belüftetes Terrarium
Substrat & Einstreu
Kokosfaser/-erde (10–15 cm), sauber und leicht feucht
Beleuchtung
Photoperiode : Schwach bis mässig, Zyklus 12/12
UVB
- UVB-Bedarf : Nicht zwingend; förderlich bei gut supplementierter Ernährung
- Intensität : UVB 2–5 %
- Lampentyp : UVB-Leuchtstoffröhre niedriger Intensität (2–5 %) + Tag-LED für den Zyklus
- Empfohlene Marken : X-ReptileReptile ExpertSolar RaptorArcadia
- Wechselintervall : Alle 6 Monate (UVB lassen vor dem sichtbaren Licht nach)
- UVB durchdringen weder Glas noch Plexiglas. Lampe im Terrarium platzieren, unter Schutzgitter. Direkte Sonne hinter einer Scheibe ist wirkungslos und kann gefährliche Überhitzung verursachen.
Benötigte Ausstattung
- ✓ Gitterdeckel
- ✓ 1–2 dunkle, stabile Verstecke
- ✓ Flache Wasserschale (leicht zugänglich, niedrige Ränder)
- ✓ Kunstpflanzen erlaubt
Technische Parameter
| Wärmepunkt | 24–28 °C Tag |
| Luftfeuchtigkeit | 60–80 % Relative Luftfeuchtigkeit |
| ph | Eau déchlorée |
| gh | Changement quotidien |
| no2 | N/A |
| no3 | N/A |
| nh4 | N/A |
| po4 | N/A |
Ernährung
Basisfutter
Schmuckhornfrösche sind opportunistische Fleischfresser. Sie sind für ihre Gefrässigkeit und ihre Fähigkeit, grosse Beutetiere zu verschlingen, bekannt.
🦗 Insekten
⏰ Fütterungsfrequenz
- • Jungtiere (bis ca. 12 Monate): 4–5 Mahlzeiten pro Woche
- • Adulte: alle 2–3 Tage (an Körperkondition anpassen)
Ergänzungen & Pellets
Bewegte Beute oder Stimulation mit der Pinzette bevorzugen.
Leckerli
Pinzettenfütterung empfohlen. Keine Beute verfüttern, die breiter als der Kopf ist.
Zu vermeiden
- 🐾 Tote Beute — Ohne Pinzettenstimulation meiden.
- 🥩 Säugetierfleisch — Zu fettreich, schlecht verdaulich.
- 🍗 Hähnchen — Zu fettreich.
Verhalten & Sozialisation
Sozialleben
Einzelgänger (territorial)
Aktivitätszyklus: Sesshaft
Beschäftigung
- Tiefer Bodengrund zum Eingraben
- Schattige Bereiche
- Sprühnebel 1–2× pro Tag
Gesundheit & Vorsorge
Vorsorgemedizin
Handling möglichst gering halten (Stressquelle). Gewaschene/feuchte Hände oder angefeuchtete Nitrilhandschuhe verwenden. Bei Bedrohung Bissgefahr.
Klinische Warnsignale
Bei einem dieser Symptome ist eine rasche tierärztliche Versorgung essenziell. Kontaktieren Sie so bald wie möglich eine auf Exoten spezialisierte Tierärztin, die den Zustand Ihres Tieres beurteilen und die geeignete Diagnose stellen kann.
Häufige Erkrankungen
Atemwegsprobleme
Ursache: Zu niedrige Luftfeuchte oder unzureichende Belüftung
Symptome: Atembeschwerden
Vorbeugung: Geeignete Umgebung sicherstellen
Parasitenbefall
Ursache: Befallene Beute
Symptome: Variabel
Vorbeugung: Regelmässige Kotuntersuchungen, gesunde Beute
Übergewicht
Ursache: Zu häufige Nagerfütterung
Symptome: Übermässige Gewichtszunahme
Vorbeugung: Vielfältige Insekten bevorzugen, Fütterungshäufigkeit kontrollieren
Dysekdyse (mangelhafte Häutung)
Ursache: Ungeeignete Luftfeuchte
Symptome: Reste abgestorbener Haut
Vorbeugung: Luftfeuchte und Zugang zum Wasserbecken korrigieren
Stomatitis und Verschluss
Ursache: Zu grosse Beute oder Aufnahme von Substrat
Symptome: Maulentzündung / Verschluss
Vorbeugung: Mit der Pinzette füttern, Beutegrösse anpassen
Hauterkrankungen und Red-Leg-Syndrom
Ursache: Unzureichende Hygiene, verschmutztes Wasser
Symptome: Bakterielle Dermatitis / Sepsis
Vorbeugung: Reinigung, täglich sauberes Wasser